Faszination Social Media – warum nur, warum ?

26 05 2013

Momentan absolviere ich am ILS den Fernlehrgang „Social Media Managerin“ – was auch die Mitgliedschaft in einer Facebook-Gruppe von Studierenden und Absolventen dieses Lehrgangs mit sich bringt. Dort wurde am 01. Mai von Stef auf ihrem Blog „Mediengarten“ zur Blogparade „Faszination Social Media“ aufgerufen. Wer sich daran bisher alles so beteiligt, sammelt Stefan auf seinem Blog „Geistreich78″. Und auch Twitter ist einiges zu finden – über den Hashtag #SoMM Blogparade.

Und wie lautet nun die Frage ? Nun – worin liegt die Faszination von Social Media? So für mich, ganz persönlich ?

Eine Frage, die ich mir – ehrlich gesagt – auch schon öfter gestellt habe … wer mich kennt, weiß, dass ich ein eher introvertierter Mensch bin. Und so jemand findet Social Media toll ??? Dieses ständige Gebabbel, dieses Dauerrauschen ??

Die Antwort ist ja.

Sicherlich nicht wegen des ständigen Gebabbels (das übrigens gar nicht so furchtbar ist, wie die Medien gerne behaupten – aber darüber werde ich mich einem anderen Post mal äußern).

Sondern wegen der Menschen dahinter, die da kommunizieren. Wegen der Menschen, die ich überhaupt erst über Social Media kennenlernen durfte (und das sind viele ). Wegen des einfachen und schnellen Austauschs, der tatsächlich oft „nur“ Small Talk ist. Aber dieser Small Talk hält uns zusammen, verbindet uns. Damit tut das „Gebabbel“ in den Netzwerken genau das, was Small Talk auch im echten Leben tut – gegenseitige Sympathien schaffen, Verbindungen knüpfen und stärken.

Und ich weiß mittlerweile die asynchrone und schnelle Kommunikation über Facebook und Co. echt zu schätzen. Wenn ich eine Frage habe – stelle ich sie. Mit fast 100%iger Sicherheit werde ich eine Antwort erhalten. Wenn ich mich über was ärgere – wird sich jemand finden, der mit mir empört ist, oder mich beruhigt, oder einfach nur sagt – Sch… aber auch. Wenn was toll läuft – dann freuen sich viele andere mit.

Klar kann ich das auch „im echten Leben“ haben (hab ich auch, keine Sorge!). Aber: bis ich alleine 10 Leuten angerufen habe, um zu erzählen, was gerade passiert ist, ist locker mindestens eine halbe Stunde vorbei (und 5 habe ich eh nicht erreicht, da war nur der Anrufbeantworter dran …). Auf Facebook ist es eine Sache von „einmal posten“ – fertig. Wer’s liest, kann antworten – muß aber nicht. Diese Antwort kann sofort erfolgen – oder in einer Stunde. Oder nach nem halben Tag. Ganz wie’s gerade paßt – und nicht abhängig von einem JETZT eingehenden Telefonat, das mir gerade sowas von ungelegen kommt …

Fazit: ja, ich mag Social Media. Sehr gerne sogar. Weil ich dort mit jeder Menge netten, liebenswerten Menschen zu tun haben kann. Menschen, die teilweise auf der anderen Seite der Welt leben – und die ich „früher“ niemals, im Leben nicht ! kennengelernt hätte. Weil ich mit denen, die sich da tummeln, Kontakt halten kann. Meistens tatsächlich nur den losen „Small Talk“-Kontakt – aber genau diese Art von Gespräch hält Kontakte aufrecht und lebendig. Mal ehrlich, wenn Sie die Nachbarin beim Bäcker treffen – reden Sie dann über Kant? Oder über Quantenphysik? Oder nicht doch eher über’s Schietwetter 😉 Trotzdem passiert da was – Sie versichern sich gegenseitig, dass Sie sich soweit mögen, dass Sie miteinander ein kurzes, freundliches Gespräch führen können (und wollen!). Wenn Sie dann mal Hilfe brauchen – ist es dann nicht viel einfacher, sich an jemanden zu wenden, von dem Sie annehmen, sie sei Ihnen freundlich gesonnen?

Sowas ähnliches passiert auch in den sozialen Netzwerken – und Sie müssen noch nicht einmal zum Bäcker gehen.